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Es geht doch noch!

Lemförde erspielt sich abgezockt den Sieg gegen Meppen

Sonntag, 11 Uhr morgens - nicht unbedingt die Anwurfzeit, die man sich wĂŒnscht. Lemförde, die mit 5 Niederlagen am StĂŒck gerade nicht ihre beste Phase erwischen forderten zu dieser Zeit den TV Meppen heraus, die ihrerseits in guter Form anreisten: Zuletzt konnte der Tabellenvierte nicht nur ihren Tabellennachbarn aus Dinklage, sondern zudem noch den aktuellen Spitzenreiter vom TV GeorgsmarienhĂŒtte bezwingen. 

Ebenso wie letzte Woche in Marienhafe ergab sich das Bild einer sehr leeren Bank auf der Heimseite; Der Kader beschrĂ€nkte sich auf lediglich zehn Spieler, davon zwei TorhĂŒter. Aus dem Lemförder Lazarett sah man jedoch viele auf der TribĂŒne sitzen, die trotz frĂŒher Stunde schon ganz ordentlich gefĂŒllt war.
SchĂ€tzungsweise um die 100 Zuschauer sahen zu Beginn sehr impulsiv auftretende EmslĂ€nder, die das Heimteam mit ihrem schnellen Spiel ĂŒberraschen konnte, welches selbst kleine Fehler und auch eine durch eine frĂŒhe Zwei-Minuten-Strafe bedingte Überzahlsituation nicht fĂŒr sich nutzen konnte. So stellte Paul Ricke bereits mit seinem dritten Tor auf eine 2:6-FĂŒhrung fĂŒr die Meppener (8‘). Wenige Minuten spĂ€ter aber zeigte Lemförde aus dem eigenen Timeout kommend eine FĂ€higkeit, die in dieser Saison noch nie so richtig zu beobachten war. Obwohl sie zurĂŒck lagen ließen sie sich im Angriff nicht aus der Ruhe bringen. Man nahm bewusst das Tempo raus, um dem Gegner den Schwung zu nehmen. Stabil in der Abwehr stehend und mit dem Freispielen einiger LĂŒcken in der recht offensiven GĂ€steabwehr kamen die Lemförder Schritt fĂŒr Schritt heran, bevor knapp zehn Minuten nach der Timeout-Karte durch ein Siebenmetertor von Paul Stahl der erstmalige Ausgleich zum 11:11 erzielt wurde (20‘). Nachdem sich dieses Unentschieden immer weiter hochschaukelte gelang es der Heimmannschaft kurz vor Ende von HĂ€lfte eins einen FĂŒnf-Tore-Lauf hinzulegen, in dem Rechtsaußen Leon Meyer gleich zweimal nach schönen EinlĂ€ufen an den Kreis freie WĂŒrfe in die Maschen setzen konnte. Nicht nur, dass man erstmalig die FĂŒhrung ĂŒbernehmen, sondern sich auch gleich ein kleines Polster gegenĂŒber Meppen aufbauen konnte, die kurz vor dem Halbzeitpfiff abermals durch Paul Ricke noch den Treffer zum 20:17 erzielten, ließ in der Sporthalle an der Stettiner Straße zur Pause gute Stimmung aufkommen. 
Nach der sehr torreichen ersten ließen die Lemförder, wie in der jungen Vergangenheit selten zu sehen, zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht nach - ganz im Gegenteil: Im Angriff, wie in der Verteidigung zeigte man die beste Phase der Partie und erreichten in Minute 44 die höchste FĂŒhrung von 28:20. TorschĂŒtze war erneut Paul Stahl, der wieder von der Siebenmeterlinie aus seinen achten von am Ende zehn Torerfolgen warf. Halten konnte das Heimteam diese deutliche FĂŒhrung zwar nicht, man verhinderte allerdings, dass es nochmal richtig eng wurde. NĂ€her als auf drei Tore ließ man Meppen bis zum Ende nicht mehr herankommen, obwohl das Spiel etwa zehn Minuten vor dem Abpfiff fĂŒr den bis dahin ĂŒberragend spielenden Julien Schreiber aufgrund einer Verletzung am Fußgelenk vorzeitig beendet war. Den Schlusspunkt der Partie setzten nochmals die Gastgeber in Person vom in rechten RĂŒckraum auflaufenden Erik Wehrmann, der durch seinen Treffer den Endstand von 37:33 auf der Anzeigetafel erscheinen ließ. 
Die Lemförder A-Jugend behauptet mit dem Heimerfolg Position acht in der Landesliga West, die man tags zuvor an die HSG OsnabrĂŒck verloren hatte, die sich im Kellerduell gegen Grönegau-Melle durchsetzen konnte, verloren hatte. Bereits am nĂ€chsten Samstag, den 14. MĂ€rz reist das Team um Cheftrainer Lars Schichta zum insgesamt vorletzten Spiel und gleichzeitig letzten auf fremden Hallenboden zum aktuellen Spitzenreiter nach GeorgsmarienhĂŒtte, die in der Schlussphase der Saison zuletzt Punkte liegen ließen: Nicht nur in der angesprochenen Niederlage gegen die in Lemförde unterlegenen Meppener, sondern auch beim AuswĂ€rtsspiel in Dinklage am vergangenen Samstag verlor man durch ein 29:29-Unentschieden wichtige Punkte im Meisterschaftsrennen, welches am Dienstagabend beim direkten Verfolger TuRa Marienhafe seinen Höhepunkt findet. Der enge Spielplan der GeorgsmarienhĂŒtter dĂŒrfte den personell jetzt noch angeschlageneren Lemfördern Mut fĂŒr das eigene Spiel machen, welches um 15:15 Uhr angepfiffen werden wird.

Johann Stahl

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